Große Prunksitzung mit großem Metzger

Meine Güte, diese Sitzung konnte sich sehen lassen. Kein Vergleich mit dem letzten Jahr. Erste Sahne, obwohl der Größte ein Metzger war.

Der Elferrat hatte gerade Platz genommen, da wurde die Bühne im Kurhaus in Rot-Weiß getunkt. Die Kölschen Funken rut-wieß marschierten ein. Kaum wieder aus dem Haus, zog Knacki Deuser seine humoristischen Register.

Dann wurde es vor allem den Jeckinnen warm ums Herz, als die Boys des American Dream vom Rhing ihre Police-Uniformen stramm zogen. Nach Deuser kam mit Bernd Stelter der nächste aus Funk und Fernsehen bekannte Promi. Und der brachte sogar ein wenig Politik ins jecke Kurhaus: „Mit Bernd Luke habe ich in Bonn Volkswirtschaft studiert. Gott sei Dank ist aus mir etwas geworden.“ Und auch Uschi von Puff und Peng bekam ihren Schrot ab: „Die einzige Blendgranate, die bei uns noch funktioniert.“

Super die Tanzgarde KG Kölsche Greesberger, die mit viel Power und Akrobatik das Publikum auf den ersten musikalischen Höhepunkt vorbereitete: Die Paveier. Sie hielten, was sie vor dem Weihnachtskonzert versprachen: Wir rocken den Saal.“

Ein bisschen unverständlich, warum die super Stimmung durch eine fast einstündige Pause unterbrochen wurde. Egal. Kurz vor Mitternacht kam das Prinzenpaar vom Berg und musste gleich mal etwas los werden: „Eine solche Stimmung haben wir noch nirgends erlebt. Und das zu dieser späten Stunde. Alle Achtung.“ Klar, dass ihr Immer-noch-jut-drop-Hit nicht fehlen durfte.

Textlich war der wie gemacht für den Größten des Abends: Marc Metzger. Der wusste noch, dass er von der anderen Rheinseite stammt, aber nicht mehr, ob es Remagen noch gibt.

„Sind das historische Kostüme?“ fragte die Nummer 1 des rheinischen Humors Bürgermeister Otto Neuhoff. Bevor ON die Herkunft erklären konnte, saß auch schon die Pointe: „Man riechts.“

Spontane Reaktion auf einen lauten Lacher: „Das ist die dreckigste Lache, die ich jemals gehört habe. Die will ich als Klingelton.“ Man muss ihn erleben.

Kuhl un de Gäng spielten noch einmal musikalisch den Blutdruck der Jecken hoch, bevor nach den Klüngelköpp der Elferrat das Licht ausknipste.

Wie sagte es Sitzungspräsident Jörg Pütz: „Nach dem Gürzenich kommt das Kurhaus.“ –

Hinter dem Kurhaus liegt Köln.

 

 

 

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